Fördermittel für den öffentlichen Raum

Der Handelsverband setzt sich auf Bundes- wie Landesebene für eine stärkere finanzielle Ausstattung der Städte und Gemeinden und Stärkung der Aufenthaltsqualität und Anziehungskraft ein. Dazu stehen wir im regelmäßigen Austausch mit Politik und Verwaltung in Stadt und Land. Über ausgewählte Programme halten wir Sie hier informiert.

Fördermittel für benachteiligte Stadtteile nutzen!

Staatsministerium informiert über Förderprogramm

Sachsens Städte und Gemeinden sollen die Fördermittel nutzen können, die für die soziale Arbeit in benachteiligten Stadtgebieten zur Verfügung stehen. Dazu hat das Staatsministerium für Regionalentwicklung (SMR) heute zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, die von Staatssekretär Dr. Frank Pfeil eröffnet wurde. 42,5 Millionen Euro stellen die Europäische Union und der Freistaat Sachsen bis zum Jahr 2027 über die Förderrichtlinie »Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF Plus 2021-2027« bereit.

»Teilnehmen an dem Programm können Gemeinden mit solchen Gebieten, die einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Einwohnern haben, die auf Hilfen zum Lebensunterhalt angewiesen sind«, so Dr. Pfeil. »Bis Ende des Jahres 2023 können die betreffenden Gemeinden Handlungskonzepte einreichen, in denen sie bestehende Defizite analysieren und daraus konkrete Vorhaben ableiten.« Die Konzepte können dann über mehrere Jahre bis 2028 mit einer Vielzahl von Projekten umgesetzt werden.

Gefördert werden niedrigschwellige, freiwillige Angebote, die das gesellschaftliche Miteinander stärken und die Lebenssituation der Bewohner in den betreffenden Stadtgebieten verbessern, wie z. B. Stadtteilgärten. Möglich sind aber auch Projekte der Kinder- und Jugendbildung, für lebenslanges Lernen oder zur sozialen oder beruflichen Eingliederung von Langzeitarbeitslosen, Einkommensschwachen sowie Flüchtlingen und Migranten. Unterstützt werden auch Maßnahmen, die die lokale Wirtschaft fördern und so einen positiven Effekt auf die Quartiersentwicklung haben.

»Das Programm hat sich bereits in der letzten Förderperiode bewährt«, so der Staatssekretär. »33 sächsische Kommunen haben über 440 Einzelvorhaben auf den Weg gebracht. Ich bin sicher, dass auch mit dem neuen Programm spürbare Veränderungsprozesse angestoßen werden. Besonders wichtig ist mir dabei, dass die Menschen in ihrem Stadtteil erfahren, dass ihnen zugehört wird, dass Defizite festgestellt und beseitigt werden und dass sie erleben, wie sich ihr Engagement lohnt.«

Hintergrundinformation zum Förderprogramm:

Bis zum 31. Dezember 2023 können die Städte und Gemeinden bei der SAB die gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzepte (GIHK) einreichen und einen Rahmenbescheid beantragen. Die Förderung richtet sich an alle Städte und Gemeinden mit Gebieten, die eine über dem Landesdurchschnitt liegende SGB II-Quote von acht Prozent zum Stichtag 31. Dezember 2020 haben. Lediglich in vollumfänglich, d. h. investiv und nichtinvestiv förderfähigen LEADER-Gebieten ist eine ESF-Förderung zur Stadtentwicklung nicht möglich. Diese Gebiete sind überwiegend ländlich geprägt und weisen in der Regel keine städtischen Strukturen auf.

Weitere Informationen

Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum

Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum

Eine Förderung von Projekten zur Sicherung der Attraktivität von kleineren Städten und Gemeinden abseits der Großstädte.

1. Wo bekommt man die Förderung?
2. Wer ist förderfähig?
3. Wieviel wird gefördert?
4. Was wird gefördert?
5. Wie oft wird gefördert?
6. Wichtig

1. Wo bekommt man die Förderung?

Die Antragstellung erfolgt über das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL)

2. Wer ist förderfähig?

Antragsberechtigt sind Kleinstunternehmen sowie sonstige Antragsteller

3. Wieviel wird gefördert?

Errichtung und Umbau von Gebäuden 45% Zuschuss mindestens aber 7.500€
und baulichen Anlagen des Einzelhandels Max. 2.500.000€ Förderung
Kauf und/oder Betriebsübernahmen pauschal 27.000€ Zuschuss

4. Was wird gefördert?

Errichtung und Umbau von Gebäuden und baulichen Anlagen des Einzelhandels.

Kauf und/oder Betriebsübernahme von Vermögenswerten einer Betriebsstätte zur Grundversorgung (Absatzradius ca. 50km)

5. Wie oft wird gefördert?

Es handelt sich um eine Projektförderung

6. Wichtig

Unternehmensübernahmen können nur bei Kleinstunternehmen (<10 Mitarbeiter, < 2.000.000€ Jahresumsatz) und bei Kosten in Höhe von min. 60.000€ gefördert werden.

Förderung muss im Einklang mit regionaler LEADER Förderung stehen.

Antragstellung immer vor Projektbeginn, gilt auch für Unternehmenskäufe.

Förderung nur in Orten der LEADER -Gebiete mit bis zu 5000 Einwohnern

 

Auch 2022: 25 Millionen Euro für vitale Dorfkerne!

LEADER Übergangsphase 2021-2022

LEADER Übergangsphase 2021-2022

Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume unter Berücksichtigung des Wechselspiels zwischen sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten.

1. Wo bekommt man die Förderung?
2. Wer ist förderfähig?
3. Wieviel wird gefördert?
4. Was wird gefördert?
5. Wie oft wird gefördert?
6. Verfahrensablauf
7. Wichtig

1. Wo bekommt man die Förderung?

Landratsamt, Regionalmanagement

2. Wer ist förderfähig?

• kleinst, kleine und mittlere Unternehmen
• natürliche und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts
• Personengesellschaften einschließlich lokaler Aktionsgruppen (LAG)
• lokale Gemeinschaften

3. Wieviel wird gefördert?

• Anteilsfinanzierung nach Vorhaben
• Gesamtfinanzierung muss gewährleistet sein

4. Was wird gefördert?

Individuelle Fördergegenstände je nach Schwerpunkt und Definition in den einzelnen Regionen für investive oder nichtinvestive Maßnahmen.
Informationen zu den 30 sächsischen LEADER- Regionen finden unter "Weitere Informationen".

5. Wie oft wird gefördert?

Projektförderung

6. Verfahrensablauf

Beantragung nach Aufruf der Regionalgeschäftsstelle

7. Wichtig

Wesentliche Grundlage für die Antragstellung ist ein positives Votum des regionalen Entscheidungsgremiums des LEADER – Gebietes zum Vorhaben.

 

Weitere Informationen

Ideenwettbewerb simul+Mitmachfonds

Neue Runde im simul⁺Mitmachfonds!

7,6 Millionen Euro für Kreativität, Innovation und Ideenreichtum

Staatsminister Thomas Schmidt hat die zweite Wettbewerbsrunde des simul⁺Mitmachfonds gestartet. Bis zum 15. Juli 2022 können Wettbewerbsteilnehmer ihre Ideen einreichen. Die besten 500 Ideen werden von einer Jury ausgewählt und Ende Oktober prämiert. Dafür stehen 7,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Nach der ersten Runde des neugestalteten Wettbewerbes konnte Staatsminister Thomas Schmidt eine durchweg positive Resonanz ziehen: »Mit diesem breit aufgestellten Wettbewerb, der eine der drei Säulen des simul⁺InnovationHub ist, wollten wir vielfältige und innovative Ideen für lebendige Regionen in Sachsen auslösen, entdecken und ihre Umsetzung unterstützen. Die Resonanz war überwältigend. Mehr als 900 Ideen waren eingegangen, knapp 500 wurden prämiert.« Die Preisträger sind nun dabei, ihre Vorhaben auch in die Tat umzusetzen.

»Ab heute sind wir erneut auf der Suche nach Kreativität und Innovationen, nach Ideenreichtum und Visionen, die unsere sächsischen Regionen entwickeln und noch lebenswerter machen. Ich bin schon heute gespannt und lade alle sächsischen Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmen, Kommunen und weitere Akteure herzlich ein, ihre Projektidee einzureichen«, so der Minister.

In der Zeit bis zum 15. Juli sind drei regionale Informationsveranstaltungen geplant. Sie werden vom Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e. V. organisiert, der erneut mit der Durchführung des Wettbewerbs beauftragt ist und der bei Fragen zum Wettbewerb oder zur Einreichung der Projektideen zur Verfügung steht.

Projektideen können auf einfachem Weg mit Hilfe des Online-Formulars in den vier unterschiedlichen Modulen (ReWIR, Projekt, Kommune, Kooperation) eingereicht werden. Der Wettbewerb wird finanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


Der simul+Mitmachfonds beinhaltet vier Module, in denen jeweils Preisträger ausgewählt wurden.

In den Modulen »Kommune« und »Regionale Kooperation« erhalten insgesamt 33 Städte und Gemeinden gemeinsam mit ihren Partnern Preise in Höhe von 100 000 Euro bis 250 000 Euro.

Ein Beispiel ist die Gemeinde Cunewalde (Landkreis Bautzen). Sie erhält gemeinsam mit weiteren Partnern 160 000 Euro für die Idee zum Kooperationsprojekt »Lausitzer Oberland mit Weitblick«. Mit einem Netzwerk von Kommunen und Unternehmen sollen in dem Projekt innovative Ideen im Handwerk durch die Verbindung mit wissenschaftlichen Einrichtungen befördert und digitale Lösungen in den Unternehmen ermöglicht werden.

Ebenso prämiert wird die Kooperation »Neue Energielandschaft Grüne Pleiße«. Die Stadt Böhlen (Landkreis Leipzig) erhält dafür gemeinsam mit ihren Partnern 225 000 Euro. An vier Standorten im Südraum Leipzig wird exemplarisch die Nutzung erneuerbarer Energien im Einklang mit Natur, Umwelt und Tourismus gestaltet.

Die Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach (Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge) hat gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden die Projektidee für einen »Jahrmarkt der Zukunft – ein modularer Marktplatz in Dittersbach« eingereicht. Zehn Vereine sind Partner und verwirklichen selbst gestaltete Projekte. Der Marktbereich wird städtebaulich wieder an den Ort angebunden. In einem neuen modularen Gebäude werden digitale Angebote integriert und Raum für Kunst und Kultur geboten. Das Preisgeld beträgt 125 000 Euro.

Im Modul »ReWIR« erhalten insgesamt 316 Projektideen aus den Braunkohle-Landkreisen Preise in Höhe von 5 000 bis 25 000 Euro. Darunter sind auch 31 Beiträge in der Kategorie »Łužica/Lausitz – žiwa dwurěčnosć/lebendige Zweisprachigkeit«.

Der Verein »Sorbischer Kulturtourismus e.V.« will das Projekt »Werbeclips sorbischer Bräuche« realisieren und erhält dafür 25 000 Euro. Ein Filmteam wird ein Jahr die verschiedenen Bräuche aufnehmen und aus dem Material Clips erstellen. Diese sollen in sozialen Medien, in Institutionen und touristischen Verbänden gezeigt und im Schulunterricht als Lehrmaterial integriert werden.

Der Heimatverein Leben in Deuben e.V. aus der Gemeinde Bennewitz (Landkreis Leipzig) erhält ein Preisgeld von 10 000 Euro. Seine Projektidee »REGIO-Pop-up« beinhaltet eine transportfähige Ladeneinrichtung, die temporär an verschiedenen Orten einen Hofladen für regional erzeugte Lebensmittel ermöglichen soll.

Im Modul »Projekt« werden 148 Ideen aus den anderen sächsischen Landkreisen mit Preisen, ebenfalls zwischen 5 000 und 25 000 Euro ausgezeichnet.

Darunter ist zum Beispiel der Verein Kathrinchen Zimtstern e.V. aus Olbernhau (Erzgebirgskreis), der ein Preisgeld in Höhe von 25 000 Euro erhält. Die Projektidee »Wir bau'n 'ne Stadt für uns...« besteht darin, den MitMachLaden »Die Kleidermacher« zu eröffnen. In Verbindung damit wird eine Kinder-Schneiderei und eine Nähschule geschaffen. Der Laden soll Gemeinschaft ermöglichen und handwerkliche Bildung vermitteln.

Am 7. April 2022 werden bei einer festlichen Veranstaltung in Chemnitz die Preise des simul+Mitmachfonds durch Staatsminister Thomas Schmidt an die Preisträger überreicht. Die Preisgelder sind je nach Modul innerhalb von einem bzw. zwei Jahren zur Umsetzung der vielfältigen Ideen zu verwenden.

Hintergrund

Der Ideenwettbewerb simul+Mitmachfonds wurde ins Leben gerufen, um die gemeinschaftlichen und innovativen Ansätze vor Ort zu stärken, die Lebensqualität weiter zu verbessern und so nachhaltig zur regionalen Strukturentwicklung beizutragen. Als eine von drei Säulen des simul+InnovationHub des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung trägt der neue Wettbewerb zu einem innovationsbasierten regionalen Wandel bei und ermöglicht auch den Austausch mit den Netzwerkpartnern der Zukunftsinitiative.

Die zweite Runde des simul+Mitmachfonds startet im Frühjahr 2022. Interessenten haben dann erneut acht Wochen Zeit, Projektideen zu entwickeln und als Beitrag einzureichen. Für die Preisgelder stellt der Freistaat Sachsen dann erneut 7,45 Millionen Euro zur Verfügung.

Der simul+Mitmachfonds wird durch das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. umgesetzt. Der Wettbewerb wird finanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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