Eingangsbereich nachher

Europas Nummer 2 steht in Sachsen: IKEA Chemnitz setzt Maßstäbe

Drei Jahre Sanierung, 51 Millionen Euro Investition und ein Ergebnis, das IKEA Chemnitz europaweit auf Platz 2 hinter Malaga bringt. Innerhalb Deutschlands ist das 30 Jahre alte Haus damit das modernste Einrichtungshaus des Konzerns. Marktleiter Leo Steber und sein Team haben sich für die Modernisierung gezielt Konzepte aus anderen europäischen Standorten angeschaut.

Energie und Technik als Ausgangspunkt

Ursprünglich ging es bei der Sanierung um Dämmung und Haustechnik: Wärmepumpe, neue Lüftungsanlagen, Solarmodule. Daraus wurde ein Gesamtumbau, der auch Präsentation und Verkauf neu denkt.

Eingang und Ausstellung

Direkt am Eingang stehen Info-Terminals zur Produktsuche und Gutschein-Abfrage. Der Bereich oberhalb der Treppe befindet sich momentan im Umbau. Der Eingangsbereich in den Showroom und die IKEA Kinderwelt werden derzeit modernisiert und um Sortiment erweitert. Die Schlafzimmerabteilung wurde komplett umgebaut und um kleine Ankleide- und Garderobenräume ergänzt. Geplant sind zudem Bereiche für Garagen und Speisekammern, eine Reaktion auf Kundenwünsche aus der Region. Auffällig im gesamten Haus: mehr Tageslicht, auch über verglaste Notausgänge.

Restaurant mit Terminal-Bestellung

Bestellungen laufen inzwischen über Bildschirme, an denen sich Gerichte vorab ansehen lassen. Drei Viertel der Kunden nutzen diese Option laut Marketing-Managerin Hannah Haase bereits. Neben Klassikern wie Köttbullar gibt es auch saisonale Gerichte. Die Bezahlung am Terminal verkürzt die Wartezeit gegenüber der klassischen Kassenschlange.

Lager und Second-Chance-Market

Der Selbstbedienungsbereich im Erdgeschoss hat neue Regale und mehr Warenbestand, wodurch Wartezeiten bei der Abholung entfallen. Die frühere Fundgrube heißt jetzt „Zweite-Chance-Markt“ und führt zusätzlich Secondhand-Möbel. Kunden können gebrauchte Stücke vorab online anbieten, erhalten einen Preisvorschlag und bei Abgabe einen Gutschein.

Kassenbereich: Fokus Selbstbedienung

Aus 13 Kassen wurden 25, davon 24 Selbstbedienungskassen. Über die App-Funktion „Shop & Go“ lassen sich Produkte schon beim Rundgang scannen; an der Kasse reicht dann ein QR-Code. Beim Bezahlvorgang wird automatisch ein Hot-Dog zur Abholung im erweiterten Imbissbereich angeboten. Dieser ist nach der blauen Tasche das meistverkaufte Produkt des Hauses, noch vor Möbelstücken wie dem Kallax-Regal.

Abholung außerhalb der Öffnungszeiten

Eine neue Abholstation am Gebäude ermöglicht die Warenabholung unabhängig von den Öffnungszeiten. Online bestellte Artikel werden per E-Mail-Benachrichtigung in den Abholboxen bereitgestellt.

Vorzeigeobjekt

Chemnitz zeigt, wie IKEA stationäre Handelsflächen für veränderte Kundenbedürfnisse umbaut: weniger Wartezeit, mehr Selbstbedienung, mehr digitale Steuerung, bei gleichzeitig wachsendem Gebrauchtmöbel-Segment.

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