News-Übersicht März 2026

Der Krieg im Iran könnte nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) die ohnehin schwächelnde Konsumstimmung weiter negativ beeinflussen.

„Der Ausbruch eines Krieges wird wohl kaum positive Auswirkungen auf die Stimmung der Verbraucher haben. Die Verunsicherung durch die internationalen Krisen und Konflikte steigt immer weiter. Das ist Gift für den Konsum“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Gleichzeitig hält der HDE die direkt spürbaren Auswirkungen des bewaffneten Konflikts in Nahost für zunächst überschaubar. „Aktuell sind die globalen Lieferketten des Einzelhandels nicht direkt betroffen. Ausnahmen können hier allenfalls Luftfrachtverkehre sein, die über das Drehkreuz in den Golfstaaten geleitet werden und nun neue Flugrouten nutzen müssen“, so Genth weiter. Die großen Reedereien haben ihre Routen bereits seit den Angriffen der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jahr 2023 angepasst und fahren bevorzugt um die Südspitze Afrikas. Daher ist davon auszugehen, dass die jüngst angekündigten Angriffe der Huthi den internationalen Seehandel nur bedingt beeinflussen werden. Zudem muss sich erst zeigen, inwiefern die Huthi-Rebellen im Jemen überhaupt in den Konflikt eingreifen und so unter Umständen den Schiffsverkehr in der Region beeinträchtigen. Da zudem erhebliche Mengen Erdöl und Gas aus der Region kommen, könnten hier allerdings die Preise für Diesel und Gas steigen, was sich mittelfristig auf die Kalkulation der Logistikpreise auswirken könnte.

Nach der Rekordbeteiligung im vergangenen Jahr (61 Projekte aus 53 Kommunen) startete heute der bereits 23. Innenstadtwettbewerb »Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen«. Die Schirmherrschaft, die jährlich zwischen den Staatsministerien für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA) und Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL) wechselt, liegt in diesem Jahr beim SMWA.

Der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter eröffnete am heutigen Tag den diesjährigen Wettbewerb in Aue-Bad Schlema (Erzgebirgskreis) und gab dort das Jahresmotto bekannt. Es lautet: »Cooler Kern statt grauer Stein«. Die sächsischen Städte und Gemeinden können nun bis zum 4. September 2026 ihre Konzepte für mehr Aufenthaltsqualität und weniger Monotonie in ihren Stadt- und Ortszentren einreichen. Die überzeugendsten Vorhaben werden am 6. November 2026 in Leipzig ausgezeichnet.

Zum Jahresmotto sagte Staatminister Dirk Panter: »Wir alle kennen Straßen, durch die man geht, von denen aber nichts in Erinnerung bleibt. Deshalb suchen wir auch 2026 wieder gute Ideen für Innenstädte, die begeistern, die cool sind und damit lebenswert für alle: Familien und Jugendliche, Einwohner und Gäste, Kultur- und Sportinteressierte, für alle Generationen. Cool kann überraschend, kreativ, unkonventionell sein. Und cool ist vor allem eines: anziehend. Wo dies spürbar wird, entsteht Leben – und der Stein verliert seinen grauen Schein. Es geht nicht darum, Bestehendes abzureißen, sondern es weiterzuentwickeln und zu beleben. Die Rekordbeteiligung im Jahr 2025 hat uns gezeigt, dass die Innenstadtbelebung in den sächsischen Kommunen eine hohe Priorität besitzt und viel Kreativität freisetzt. Wir freuen uns nun auf neue vielversprechende Konzepte aus allen Regionen Sachsens.«

Der erste Preis ist mit 60.000 Euro dotiert, die beiden zweiten Preise mitjeweils 40.000 Euro und die drei dritten Preise mit jeweils 20.000 Euro. Darüber hinaus werden Sonder- und Anerkennungspreise verliehen. Das SMWA lobt wieder den Sonderpreis »Einzelhandel« und das SMIL den simul+ Sonderpreis »Innovative Jugend« aus. Diese beiden Sonderpreise der Ministerien sind mit jeweils 15.000 Euro dotiert.

In Leipzig wehte ein frischer Wind durch die Messehallen. Die Cadeaux 2026 öffnete vom 28. Februar bis 2. März 2026 ihre Tore und zeigte eindrucksvoll, wie modern Tradition sein kann. Wer Inspiration für sein Sortiment sucht, kommt an diesem Termin nicht vorbei. Über 350 Aussteller präsentierten hier die neuesten Wohntrends und Geschenkideen.

Ein besonderer Glanzpunkt war der Besuch der sächsischen Staatsminister. Kulturministerin Barbara Klepsch und Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Georg-Ludwig von Breitenbuch zeigten durch ihre Präsenz die große Bedeutung der Branche für die Region. Besonders emotional wurde es im Forum Erzgebirge. Dort enthüllte Ministerin Klepsch einen lebensgroßen Nussknacker. Die 1,80 Meter große Figur ist das Ergebnis eines spannenden Design-Wettbewerbs. Sie verbindet klassische Handwerkskunst mit einem mutigen, modernen Anstrich. Marie Friedrich aus Breitenbrunn lieferte den Siegerentwurf, der nun als Botschafter für sächsische Lebensart fungiert.

Neben dieser Premiere punktete die Messe mit einer enormen Markenvielfalt und Fachkompetenz. Die Stimmung in den Gängen war hervorragend. Händler nutzten die Chance für persönliche Gespräche und gezielte Order. Es wird deutlich, dass das haptische Erlebnis einer Messe durch nichts zu ersetzen ist. Die Cadeaux 2026 war ein voller Erfolg.

Nachdem sich die Verbraucherstimmung in Deutschland noch zu Jahresbeginn etwas verbessert hatte, trübt sie sich im März ein. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Bislang konnte die Verbraucherstimmung in diesem Jahr somit nicht an Fahrt aufnehmen. Anhaltende Unsicherheiten scheinen den Optimismus der Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin zu dämpfen.

Bei den geplanten Konsum- und Sparaktivitäten der Verbraucher ist im Vergleich zum Vormonat keine deutliche Veränderung zu beobachten. Die Anschaffungsneigung verringert sich im Vormonatsvergleich geringfügig, so auch die Sparneigung. Eine spürbare Erholung des privaten Konsums ist daher nicht in Sicht. Dass die Verbraucherinnen und Verbraucher in den kommenden Monaten sowohl weniger in den Konsum investieren als auch weniger sparen wollen, ist auf die pessimistischeren Einkommenserwartungen zurückzuführen.

Beim Blick auf den eigenen Geldbeutel zeigt sich große Skepsis. Die Einkommenserwartungen gehen im Vergleich zum Vormonat zurück und liegen damit auf dem gleichen Niveau wie vor einem Jahr. Auch der konjunkturelle Ausblick der Verbraucherinnen und Verbraucher trübt sich leicht ein. Zwar fallen ihre Konjunkturerwartungen optimistischer aus als zum Jahreswechsel, doch im Vergleich zum Vormonat gehen sie ebenso zurück. Da der von der Bundesregierung angekündigte Aufschwung noch nicht zu spüren ist, bleiben die Unsicherheiten der Verbraucher bestehen. Dass sich die Verbraucherstimmung zum Frühling wieder verschlechtert, verpasst der Hoffnung auf eine zeitnahe Erholung des privaten Konsums einen Dämpfer. Die Verbraucherinnen und Verbraucher warten noch auf den von der Bundesregierung angestrebten Aufbruch mit spürbaren Entlastungen. Auch das etwa durch die US-Zollpolitik sehr volatile Wirtschaftsumfeld drückt auf die Stimmung der Verbraucher. In den kommenden Wochen und Monaten ist vor diesem Hintergrund nicht mit einer Stärkung von privatem Konsum und gesamtwirtschaftlichem Wachstum zu rechnen.

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