Das Institut für Handelsforschung (IFH) Köln hat jüngst die Studie „Vitale Innenstädte 2024“ veröffentlicht, für die deutschlandweit knapp 69.000 Interviews in 107 deutschen Städten geführt wurden. Aus Sachsen haben sich in unterschiedlichen Ortsgrößenklassen die Städte Chemnitz, Crimmitschau, Freiberg und Leipzig beteiligt.
Wichtigste Erkenntnis der Gesamtstudie: Einkaufen ist und bleibt das meistgenannte Motiv für den City-Besuch. Mit Abstand folgen Gastronomie, Verweilen/Sightseeing und die Nutzung von Dienstleistungen.
Die Zufriedenheit mit dem Angebot der Innenstädte liegt in allen betrachteten Bereichen im Durchschnitt – gemessen in Schulnoten – zwischen 2 und 3 (Note 2,5). Dabei wurde nach der Attraktivität der Innenstadt in den unterschiedlichsten Bereichen gefragt; etwa Aufenthaltsqualität, Ambiente, Flair, Einzelhandels-, Gastronomie-, Dienstleistungs- sowie Freizeit- und Kulturangebot. Stärkste Besuchergruppe waren die 26- bis 50-Jährigen. Es folgen die Altersgruppe 51 bis 65 Jahre, die über 65-Jährigen und am Ende die Altersgruppe bis 25 Jahre.
Gefragt nach Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt lagen insgesamt zwei Forderungen fast gleichauf vorn: die Beseitigung von leerstehenden Läden und Brachflächen sowie eine verbesserte Infrastruktur, wie ein verbessertes Toilettenangebot.
Die sächsischen Städte haben im Vergleich überaus erfolgreich an der Studie teilgenommen. Die Städte Chemnitz, Freiberg und Leipzig gehören insgesamt und in ihren Ortsgrößenklassen jeweils zu den Best-Performern. Die Passanten in der Stadt Crimmitschau bewerteten die Innenstadt mit einer Durchschnittsnote von 2,4 und damit über dem deutschlandweiten Durchschnittswert und dem vergleichbarer Städte.
Mit einer nominalen Messzahl von 153,5 (Basis: Umsätze im Jahr 2015=100) lagen die Umsätze im sächsischen Einzelhandel im Dezember 2024 nur um 1,7 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Preisbereinigt waren die Umsätze in beiden Monaten nahezu gleich (+0,3 Prozent). Den größten Anstieg verzeichnete der Einzelhandel "nicht in Verkaufsräumen" mit einem Umsatzzuwachs von 9,5 Prozent nominal und real sogar 11,5 Prozent.
Auch bei Apotheken einschließlich dem Einzelhandel mit medizinischen, orthopädischen und kosmetischen Artikeln konnte im letzten Dezember 6,5 Prozent mehr umgesetzt werden als ein Jahr zuvor (real 3,6 Prozent). Im Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, dem mit einem Umsatzanteil von 44 Prozent größten Teilbereich, zu dem auch Supermärkte, Discounter und Warenhäuser gehören, lag der Umsatz im Dezember 2024 um 1,9 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats und preisbereinigt um 0,5 Prozent darunter.
Über das gesamte Jahr 2024 betrachtet kann der Einzelhandel das erste Mal seit dem Jahr 2021 nach Preisbereinigung wieder eine positive Umsatzentwicklung verbuchen. Der Umsatzanstieg gegenüber dem Jahr 2023 betrug nominal 3,4 Prozent. Nach Herausrechnung der Preissteigerungen blieben 1,8 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten war im Vorjahresvergleich unverändert.
Weitergehende Veröffentlichungen im Internet
Quelle: Medieninformation des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen vom 18. Februar 2025
Für die Gespräche, die der Handel mit den politischen Entscheidungsträgern, den Systemanbietern und der Kreditwirtschaft über die Zukunft kartengestützter Zahlungssysteme führt, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme des Bezahlverhaltens im Einzelhandel unerlässlich. Nur so können die Belange des Handels auch weiterhin und unter geänderten Rahmenbedingungen nachhaltig vertreten werden. Aus diesem Grunde unterstützt der Handelsverband Deutschland (HDE) die Umfrage des EHI Retail Instituts. Das EHI führt seit über 30 Jahren eine jährliche Erhebung zu diesem Thema durch, die sich auch im internationalen Vergleich durch eine einmalig hohe Repräsentativität auszeichnet. In den vergangenen Jahren konnten mit den Umfrageergebnissen über 50 Prozent des Einzelhandelsumsatzes in Deutschland abgebildet werden. Von besonderem Wert waren die Angaben der mittelständischen Unternehmen!
Wir möchten Sie daher bitten, sich bis zum 27. März 2025 an dieser Erhebung zu beteiligen. Allen Teilnehmern wird nach Abschluss der Umfrage und der Auswertung die fertige Studie zugesandt.
Alle Informationen zur Umfrage finden Sie hier.
Ihre Angaben werden selbstverständlich vertraulich behandelt und anonym ausgewertet. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung.
Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen den Valentinstag am 14. Februar als Einkaufsanlass. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet in diesem Jahr rund um den Valentinstag mit zusätzlichen Umsätzen in Höhe von deutschlandweit 1,3 Milliarden Euro im Einzelhandel. Wie eine im Auftrag des HDE durchgeführte Umfrage zeigt, plant mehr als ein Viertel der Verbraucherinnen und Verbraucher, zu diesem Anlass Ausgaben zu tätigen.
„Der Valentinstag hat in den vergangenen Jahren für den Einzelhandel an Bedeutung gewonnen. Auf die wachsende Beliebtheit hat sich die Branche mit anlassbezogenen Sortimenten eingestellt“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Laut Umfrage planen fast 28 Prozent der Verbraucher, anlässlich des Valentinstags einzukaufen. Im Jahr 2020 waren es nur knapp 17 Prozent. Die Anzahl an Valentinstagskäufern ist somit in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Der HDE geht daher von einem entsprechenden Wachstum der zusätzlichen, anlassbezogenen Umsätze von rund einer Milliarde Euro im Jahr 2020 auf nun 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2025 aus.
Für die meisten der Verbraucher, die in diesem Jahr rund um den Valentinstag mit Ausgaben planen, ist der 14. Februar alljährlich ein Einkaufsanlass. Drei Viertel von ihnen tätigen zum Valentinstag immer Ausgaben, während ein knappes Fünftel den Tag in diesem Jahr ausnahmsweise für Einkäufe nutzt. Wenige Verbraucher (7 Prozent) geben zum ersten Mal rund um den Valentinstag Geld aus. Anlässlich des Valentinstags greifen die Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem zu Lebensmitteln und Blumen. Auch Geschenkgutscheine, Dekoartikel sowie Uhren und Schmuck werden zu diesem Anlass häufig gekauft.
Die bevölkerungsrepräsentative Befragung wurde im Auftrag des HDE vom IFH Köln durchgeführt. Befragt wurden 1.500 Personen.
Die sächsische Wirtschaft konnte auch in einem herausforderndem Jahr 2024 auf umfassenden Finanzbeistand der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen (MBG) zählen: Insgesamt 83 Beteiligungen über 15,2 Mio. Euro ging die MBG im vergangenen Jahr ein, um die Kapitalbasis von Unternehmen mit Sitz oder Investitionsort in Sachsen zu stärken (2023: 73 Beteiligungen über 18,3 Mio. Euro). Dabei beteiligte sich die MBG sowohl an jungen, aufstrebenden Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen als auch an etablierten Firmen mit bewährten Produkten und Dienstleistungen.
Gesamtwert der ermöglichten Investitionsvorhaben stark angestiegen
Während sich die Zahl der Beteiligungen gegenüber dem Vorjahr erhöhte, verringerte sich die durchschnittliche Beteiligungsgröße auf 183 Tausend Euro (2023: 251 Tausend Euro). Damit folgt die MBG dem allgemeinen Trend auf dem Kapitalmarkt: Nachdem in den zurückliegenden Jahren vergleichsweise hohe Unternehmensbewertungen aufgerufen wurden, fand zuletzt eine Kurskorrektur nach unten statt. Gleichzeitig erwies sich das von der MBG bereitgestellte Beteiligungskapital als außerordentlich wirkungsvoll: Es regte im letzten Jahr Investitionen mit einem Gesamtvolumen von 92,6 Mio. Euro im Freistaat Sachsen an – rund 17,9 Mio. Euro bzw. 24 % mehr als noch im Vorjahr (2023: 74,7 Mio. Euro).
Beteiligungen setzen positive Impulse auf Sachsens Arbeitsmarkt
Auf die Beschäftigungssituation in Sachsen hatte die MBG im letzten Jahr ebenfalls einen positiven Einfluss: Die von ihr finanzierten Unternehmen sicherten die Erwerbstätigkeit von insgesamt 1.520 Personen: So konnte die MBG mit ihren eigenkapitalähnlichen Mitteln dazu beitragen, dass 999 Stellen erhalten sowie 521 Stellen neu geschaffen werden konnten. Diese Werte erreichen in etwa das Niveau des Vorjahres (2023: 1.074 gesicherte und 470 neu eingerichtete Stellen). Besonders erfreulich ist der Anstieg bei den neu geschaffenen Stellen, verweist er doch auf optimistische Zukunftsaussichten der jeweiligen Unternehmer:innen.
Wagniskapital als Katalysator für technologischen Fortschritt
Auch im Jahr 2024 richtete die MBG ihr Augenmerk auf die Förderung zukunftsweisender Technologien. Als Management-Partner des TGFS Technologiegründerfonds Sachsen investierte sie gezielt in junge Unternehmen, die noch keine signifikanten Umsätze erwirtschaften und daher besonders hohen Kapitalbedarf haben. Von allen 83 Beteiligungen, die die MBG im letzten Jahr einging, wurden 20 Finanzierungen über den TGFS realisiert. Dazu gehörten u.a. die Beteiligung an der Zenesis GmbH aus Leipzig (KI-gestützte Software zur Gebäudeplanung) oder der BIONCaRT GmbH aus Grimma (stammzellbasiertes Therapeutikum zur Behandlung von Knieschäden). In Summe waren die von der MBG gemanagten TGFS-Investments 4,6 Mio. Euro wert.
Saxony Angel Venture Fund (SAVF) aktiviert Privatinvestor:innen
Mit dem SAVF rief die MBG Anfang 2024 den ersten sächsischen Fonds seiner Art ins Leben, der zugleich privates Wagniskapital hebelt: Investiert ein Business Angel in der Pre-Seed- bzw. Seed-Phase in ein Unternehmen, so steuert die MBG die gleiche Höhe an Kapital (bis maximal 100.000 Euro) aus dem SAVF bei und verdoppelt somit die Finanzierungssumme. Im ersten Jahr seines Bestehens wurden bereits 11 Start-ups über den SAVF co-finanziert, darunter die Last Mile Semiconductor GmbH aus Dresden (neuartiges 5G Chipdesign zur sicheren Signalübertragung) und die OURZ GmbH aus Görlitz (automatisierte Rückverfolgung globaler Lieferketten). Die SAVF-Investments der MBG beliefen sich auf einen Gesamtwert von 1,1 Mio. Euro.
Markus H. Michalow, Geschäftsführer der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen: „Auch im Jahr 2024 standen technologieorientierte Unternehmen im Fokus unserer Investmenttätigkeit – ganz egal, ob frisch gegründet oder bereits am Markt etabliert. Indem sie vorhandene Technologien an die Anforderungen unserer Zeit anpassen oder komplett neue technologische Ansätze entwickeln, beschreiten die Visionärinnen und Visionäre hinter diesen Unternehmen oftmals unbekannte Wege. Für uns bei der MBG ist es eine Ehrensache, ihren Weg mit Kapital zu ebnen und sie mit unserem überregionalen Netzwerk an Business Angels und Co-Investoren zu unterstützen. Denn die Investitionen von heute bilden die Grundlage für das sächsische Wirtschaftswachstum von morgen.“
Quelle: Medieninformation der MBG vom 29.01.2025
In den vergangenen zwölf Monaten übernahm die BBS in Summe 171 Bürgschaften und Garantien, um Darlehen von Hausbanken abzusichern. Damit schaffte sie die Voraussetzungen für Investitionen mit einem Gesamtvolumen von 126,5 Mio. Euro im Freistaat – und übertraf den Vorjahreswert um 10 Mio. Euro. Insgesamt 92 Bürgschaften und Garantien dienten der Finanzierung von Existenzgründungen, wovon 49 Gründungen im Zuge einer Unternehmensnachfolge stattfanden.
Die Bürgschaftsbank Sachsen GmbH (BBS) hat ihre Aufgabe als Selbsthilfeeinrichtung der gewerblichen Wirtschaft auch im Jahr 2024 umfassend erfüllt, wie die aktuellen Förderzahlen belegen: In den vergangenen 12 Monaten übernahm die BBS 140 Bürgschaften und 31 Garantien, um sächsischen Unternehmen Zugang zu Darlehen ihrer Hausbanken zu verschaffen. In Summe verbürgte bzw. garantierte sie ein Volumen von 45,8 Mio. Euro. Damit bewegen sich die Leistungszahlen der BBS in etwa auf dem Niveau des
Vorjahres (2023: 140 Bürgschaften und 25 Garantien über 48,9 Mio. Euro). Der durchschnittliche Bürgschaftswert lag 2024 bei 268 Tausend Euro (2023: 296 Tausend Euro).
Belastbare Sicherheiten lassen Investitionstätigkeit steigen
Gerade auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten sind die Finanzierungshilfen der BBS stark nachgefragt. Die BBS tritt immer dann als Bürge für Unternehmen ein, wenn diese Fremdkapital für ein Investitionsvorhaben benötigen, aber nicht genügend eigene Sicherheiten für einen Bankenkredit vorweisen können. Durch ihre finanzielle Absicherung stellte die BBS im letzten Jahr die Weichen für Investitionen im Freistaat, die sich auf einen Gesamtwert von126,5 Mio. Euro summieren – knapp 10 Mio. Euro mehr als noch im Vorjahr (2023: 116,9 Mio. Euro). Dieser Anstieg ist insofern besonders richtungsweisend, als dass jeder zusätzlich investierte Euro das Wirtschaftswachstum am Standort Sachsen vorantreibt.
Positiver Beitrag zur Arbeitsplatzsicherheit in Sachsen
Die Ausfallbürgschaften und Garantien der BBS kamen auch hunderten Arbeitnehmer:innen in Sachsen zugute: Die Unternehmen, die im vergangenen Jahr von der BBS unterstützt wurden, beschäftigten in Summe 2.673 Personen. Mit ihrer finanziellen Rückendeckung trug die BBS dazu bei, dass 2.164 Arbeitsplätze bewahrt sowie 509 Arbeitsplätze neu geschaffen werden konnten. Dies entspricht einem Zuwachs von 24 % gegenüber dem Jahr 2023 (1.688 abgesicherte sowie 470 neue Arbeitsplätze), was angesichts der zuletzt steigenden Arbeitslosenzahlen in Sachsen auch als gesellschaftlicher Gewinn gewertet werden kann.
Nachfolgefinanzierungen sichern wirtschaftliche Kontinuität
Mehr als die Hälfte der Engagements, die die BBS im Jahr 2024 einging, dienten einer Existenzgründung: 92 der 171 vergebenen Bürgschaften und Garantien kamen zum Einsatz, um eine Unternehmensneugründung oder eine Gründung zum Zweck einer Unternehmensübernahme zu finanzieren (2023: 85 aus 165 Bürgschaften und Garantien). Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle die begleiteten Unternehmensnachfolgen: In enger Zusammenarbeit mit den Hausbanken gewährleistete die BBS in 49 Fällen, dass etablierte Unternehmen von neuen Inhaber:innen erworben und somit vor einer drohenden Schließung bewahrt werden konnten. Allein dadurch sicherte sie den Fortbestand von rund 700 Jobs in Sachsen.
Neu im BBS-Programm: ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge
Seit Jahresende 2024 übernimmt die BBS 100-prozentige Garantien für den neu aufgelegten ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge. Der von der KfW bereitgestellte Sonderkredit erlaubt eine zinsgünstige Finanzierung von Existenzgründungen, Unternehmensnachfolgen und den Ausbau junger Unternehmen. Gefördert wird ein Kreditbetrag von bis zu 500.000 Euro bzw. bis zu 35 % des Gesamtvorhabens. Die Antragstellung und Auszahlung erfolgen über die Hausbank. Durch die vollständige Garantieübernahme entlastet die BBS das jeweilige Bankinstitut und vereinfacht so die Kreditvergabe. Zugleich verbessern sich die Zinskonditionen zugunsten der Kreditnehmer:innen.
Arne Laß, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen: „Die Förderbilanz 2024 ist mehr als nur ein Zeugnis für die finanzielle Leistungsfähigkeit der BBS. Sie verdeutlicht zugleich, dass zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer im Land weiter an die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Sachsen glauben. Dieser Optimismus motiviert uns bei der BBS, ihre Finanzierungsvorhaben ebenso entschlossen und risikobereit zu unterstützen. Die auf den Weg gebrachten Investitionsprojekte zahlen sich dabei nicht nur für die Unternehmen und ihre Mitarbeitenden aus. Vielmehr profitieren auch Lieferanten, Geschäftspartner und Kunden von der Weiterentwicklung der heimischen Wirtschaft.“
Quelle: Medieninformation der BBS vom 29.01.2025
Mit einem deutlichen Dämpfer ist die Verbraucherstimmung vor wenigen Wochen in das neue Jahr 2025 gestartet. Wie das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) zeigt, war das allerdings nicht der Beginn eines negativen Trends. Vielmehr hellt sich die Verbraucherstimmung im Februar wieder etwas auf, der Index legt im Vergleich zum Vormonat leicht zu. Als Erholung ist diese Entwicklung jedoch nicht zu deuten, sondern zunächst lediglich als Ergebnis des abwartenden Verhaltens der Verbraucher vor richtungsweisenden Ereignissen wie der anstehenden Bundestagswahl.
Die Konsumzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher nimmt weiter zu. Ihre Anschaffungsneigung sinkt erneut und ist nun sogar geringer als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig planen die Verbraucher aber nicht, ihre Sparanstrengungen zu verstärken. Mit Blick auf den privaten Konsum zeigen sie sich somit weiterhin abwartend und zurückhaltend. Mit einem spürbaren Wachstum ist daher in den kommenden Monaten nicht zu rechnen. Auf die konjunkturelle Entwicklung der nächsten Wochen blicken die Verbraucher zwar nicht optimistischer als zuvor, allerdings erwarten sie auch keine weitere Eintrübung. Ihre Konjunkturerwartungen stagnieren. Positiv fallen die eigenen Einkommenserwartungen aus, die im Vergleich zum Vormonat leicht steigen. Einkalkuliert dürften hier die einkommensrelevanten Veränderungen bei Steuern und Sozialabgaben zum Jahreswechsel sein. Zudem sehen die Verbraucherinnen und Verbraucher keine größeren Risiken für den eigenen Arbeitsplatz und damit das eigene Einkommen.
Insgesamt blicken die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht viel optimistischer auf die bevorstehenden Wochen als im Vormonat. Zwar hat sich ihre Stimmung nicht weiter verschlechtert, doch trotz Aufhellung auch nicht deutlich erholt. Bei anhaltender Konsumzurückhaltung scheinen sie abzuwarten, welche Impulse sich in den nächsten Wochen und Monaten ergeben. Abhängig vom Ergebnis der Bundestagswahl am 23. Februar, den anschließenden Koalitionsverhandlungen sowie der weiteren Entwicklung in den USA mit neuem Präsidenten werden sich die Verbraucher dann optimistischer oder pessimistischer zeigen. Eine Erholung des privaten Konsums mit signifikanten gesamtwirtschaftlichen Wachstumsimpulsen noch im ersten Quartal ist nicht zu erwarten.
Wir gratulieren unseren Mitgliedsunternehmen!
Die Vegane Fleischerei aus Dresden und Nucao aus Leipzig begeisterten 2025 die Jury der PETA Awards im Bereich Food. Die Vegane Fleischerei sicherte sich den Preis für die beste vegane Marke – der Peta Special Award 2025. Die beste vegane Schokolade wurde Almond Butter & Sea Salt von nucao.