Auf der Mitgliederversammlung des Handelsverbandes Sachsen am 5. Mai 2026 in Dresden wurde Joachim Otto, Unternehmer aus dem vogtländischen Auerbach, nach 8-jähriger Amtszeit erneut an die Spitze des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes für den Einzel- und Versandhandel in Sachsen gewählt.
Joachim Otto ist geschäftsführender Gesellschafter der 1871 als Drogerie gegründeten mittelständischen und in fünfter Generation geführten Franz Otto GmbH & Co. KG aus Auerbach/V. mit Parfümerien in Sachsen und Franken. Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Präsident des Handelsverbandes Sachsen ist er Präsident des Handelsverbandes Mitteldeutschland sowie im Vorstand des Handelsverbandes Deutschland (HDE) in Berlin aktiv. Seit 2014 ist Joachim Otto darüber hinaus auch Vizepräsident der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW).
Joachim Otto dankte den Unternehmen für seine Wiederwahl und damit für das ausgesprochene Vertrauen. Er verlängert sein Amt in besonders herausfordernden Zeiten für den Handel: „Das gesamtwirtschaftliche Umfeld und geopolitische Risiken haben teils dramatische Folgen für unsere Geschäfte und sind in ihrer letzten Konsequenz aktuell kaum abzuschätzen. Die bislang beschlossenen wenigen Entlastungsmaßnahmen für Verbraucher und Unternehmen haben nahezu keine positiven Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Mittelstand
und den Handel. Daher hat für mich in diesem Moment allerhöchste Priorität, dass unsere diesbezüglichen Forderungen kurzfristig und unkompliziert politisch umgesetzt werden. Hierfür werde ich mich mit aller Kraft einsetzen“, so der wiedergewählte Präsident.“
Die Verbraucherstimmung in Deutschland befindet sich weiter im Abwärtstrend und sinkt auf den niedrigsten Wert seit über drei Jahren. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Die anhaltenden globalen Konflikte haben einen dämpfenden Effekt auf die Verbraucherstimmung.
Im Vergleich zum Vormonat sinkt das HDE-Konsumbarometer weiter. Für den Mai ist damit der stärkste Rückgang seit Januar 2024 und der tiefste Stand seit Februar 2023 zu verzeichnen. Vor allem die steigenden Preise und die Sorgen um eine schwache Konjunktur trüben die Verbraucherstimmung deutlich ein. Die Verbraucherinnen und Verbraucher blicken so pessimistisch auf die weitere konjunkturelle Entwicklung wie seit Januar 2023 nicht mehr.
Eine spürbare Erholung des privaten Konsums ist daher weiterhin nicht in Sicht. Das gesamtwirtschaftliche und politische Umfeld sorgt weiterhin für Verunsicherung und eine klare Konsumzurückhaltung. Die sich stark eintrübende Verbraucherstimmung ist ein Indikator für ein erneut wirtschaftlich herausforderndes Jahr. Auch die kürzlich beschlossenen Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung wirken sich bisher nicht positiv auf die Konsumstimmung aus. Zu groß ist die Unsicherheit, inwieweit die Maßnahmen Effekte haben werden. Hinzu kommt die weiterhin äußerst angespannte geopolitische Lage. Vor diesem Hintergrund ist auch in den kommenden Wochen und Monaten nicht mit einer Stärkung des privaten Konsums und des gesamtwirtschaftlichen Wachstums zu rechnen. Die Hoffnungen vom Beginn des Jahres auf eine konjunkturelle Erholung wurden durch den Iran-Krieg zunichte gemacht.