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Bild: SMWA

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter zeichnet in Dresden überzeugendste Gründungsvorhaben im Freistaat aus

Die Sächsische Innovationskonferenz hat am 17. Juni 2026 in der Dresdner Messe unter dem Motto »Next Level Transformation« über 1.500 Akteure der sächsischen Innovations- und Gründerlandschaft zusammengebracht. Höhepunkt war die Verleihung des Sächsischen Staatspreises für Gründen in den Kategorien Newcomer, Start-up und Scale-up. Wirtschaftsminister Dirk Panter überreichte den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern die Auszeichnung und würdigte deren Leistung für den Wirtschaftsstandort Sachsen.

Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Innovation entsteht dort, wo Menschen den Mut haben, neue Ideen in konkrete Lösungen zu übersetzen. Genau diese Gründerinnen und Gründer brauchen wir für die Zukunft in unserem Land. Unsere Gründerpreisverleihung zeigt eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft, Unternehmergeist und technologisches Know-how in Sachsen steckt. Der Staatspreis macht Erfolgsgeschichten sichtbar und zeigt, wie sich der Freistaat künftig entwickeln kann.«

Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA) richtete futureSAX, die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen, den Wettbewerb um den Sächsischen Gründerpreis auch in diesem Jahr aus. Mit dem Preis würdigt der Freistaat jährlich die besten innovativen Geschäftsideen und Gründungskonzepte.

In der neuen Kategorie »Scaleups« erhielten erstmals auch junge Unternehmen, die bereits erfolgreich wachsen, eine Bühne. In der ersten Wertungsrunde wählte die Fachjury aus den 116 innovativen Bewerbungen 9 für die zweite Wertungsrunde aus. Dort durften die Teams ihr Geschäftskonzept vor einer Jury pitchen und ihre Fragen beantworten. Damit fand der diesjährige Gründerwettbewerb auf der Dresdner Messe heute seinen krönenden Abschluss. Neben dem Zugang zum futureSAX-Netzwerk mit über 12.000 Kontakten aus Wissenschaft und Wirtschaft lockte ein Preisgeld von insgesamt bis zu 30.000 Euro sowie eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit auf die Prämierten.

»Die Preisträgerinnen und Preisträger des Sächsischen Gründerpreises stehen stellvertretend für eine Gründungsszene, die mit Kreativität, technologischem Know-how und großem unternehmerischem Engagement die Zukunft gestaltet. Besonders beeindruckend ist die Qualität und Vielfalt der Geschäftsideen – von wissenschaftsbasierten DeepTech-Innovationen bis hin zu praxisnahen Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Die zahlreichen Bewerbungen zeigen, dass Sachsen hervorragende Voraussetzungen für innovative Gründungen bietet. Den Preisträgerinnen und Preisträgern gratuliere ich ganz herzlich und wünsche ihnen für ihren weiteren Weg viel Erfolg«, sagt Susanne Stump, Geschäftsführerin der futureSAX GmbH.

Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Der Sächsische Gründerpreis ist weit mehr als eine Auszeichnung. Jede Gründung erfordert Einsatz, Ausdauer und die Bereitschaft, neue – manchmal auch schwierige - Wege zu gehen. Dieses Engagement verdient große Anerkennung. Der Preis ebnet für sächsische Start-Ups nun den Weg in ein großes Netzwerk. Er ist mehr als nur ein Preisgeld. Es ist der Beginn einer gemeinsamen Reise mit einem unterstützenden Ökösystem. Unser Ziel ist klar: Gute Ideen sollen in Sachsen entstehen, wachsen und langfristig Erfolg bringen.«

»Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger, aber auch alle Nominierten und Teilnehmenden des Wettbewerbs zeigen eindrucksvoll, dass Sachsen in wichtigen Zukunftsfeldern vorne mitspielt – von Life Sciences und Medizintechnik über neue Materialien bis hin zu DeepTech-Innovationen. Sie entwickeln Lösungen für die Herausforderungen von morgen, schaffen Wertschöpfung und erschließen neue Märkte. Die Gründerinnen und Gründer stehen für einen zukunftsfähigen und innovativen Wirtschaftsstandort Sachsen. Ich gratuliere allen Ausgezeichneten herzlich und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg«, so Dirk Panter abschließend.

Preisträgerinnen und Preisträger des 26. Sächsischen Gründerpreises

Kategorie: Start-up des Jahres

Meliodays Medical GmbH

Die Meliodays Medical GmbH entwickelt mit MelioOne eine neuartige, lokal wirkende und hormonfreie Therapie zur Behandlung von Menstruationsschmerzen. Das Unternehmen verfolgt einen innovativen Ansatz, bei dem ein Wirkstoff direkt in der Gebärmutter freigesetzt wird und somit gezielt am Entstehungsort der Schmerzen wirken soll. Ziel ist es, Betroffenen eine langfristige Behandlungsoption zu bieten, die ohne hormonelle Eingriffe auskommt und die Belastung durch wiederkehrende Schmerzen reduziert. Mit ihrer Technologie adressiert Meliodays einen bislang nur unzureichend versorgten Bereich der Frauengesundheit und entwickelt eine Lösung für Millionen von Menschen, deren Alltag durch starke Menstruationsbeschwerden eingeschränkt wird. Das Startup verbindet medizinische Forschung, pharmazeutische Entwicklung und einen klaren gesellschaftlichen Nutzen, um neue Standards in der Behandlung von Menstruationsschmerzen zu schaffen.

Kategorie: Scale-up des Jahres

DEMECAN GmbH

Die DEMECAN GmbH produziert in Sachsen medizinisches Cannabis in pharmazeutischer Qualität und trägt damit zu einer unabhängigen und verlässlichen Versorgung von Patientinnen und Patienten in Deutschland bei. Das Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab – vom kontrollierten Anbau über die pharmazeutische Verarbeitung bis hin zur Auslieferung an Apotheken. In hochmodernen Produktionsanlagen in Ebersbach bei Dresden werden die Pflanzen unter streng kontrollierten Bedingungen kultiviert und nach den Anforderungen der Arzneimittelherstellung verarbeitet. Mit seinem integrierten Ansatz verbindet DEMECAN moderne Produktionstechnologien, hohe Qualitätsstandards und pharmazeutische Expertise. Das Unternehmen hat sich damit als wichtiger Akteur in einem wachsenden Gesundheitsmarkt etabliert und stärkt zugleich Sachsen als Standort für innovative Biotechnologie- und Gesundheitswirtschaft.

Kategorie: Newcomer des Jahres

Oxaphil GmbH

Die Oxaphil GmbH entwickelt und produziert Poly(2-oxazoline) (POx), eine neuartige Klasse funktionaler Polymere für Anwendungen in der Pharma- und Kosmetikindustrie. Die Materialien werden als Lösungsvermittler eingesetzt und helfen dabei, schwer lösliche Wirk- und Inhaltsstoffe besser in Formulierungen einzubinden. Dadurch können Stabilität, Verarbeitbarkeit und Leistungsfähigkeit von Produkten verbessert werden. Mit ihrer Technologie bietet Oxaphil eine innovative Alternative zu etablierten Lösungen und adressiert zentrale Herausforderungen moderner Formulierungen. Die wissenschaftlichen Grundlagen für die Entwicklung entstanden an der Technischen Universität Dresden und werden nun in marktfähige Anwendungen überführt. Damit verbindet das Unternehmen Spitzenforschung mit konkretem Nutzen für Industrie und Anwender.

Die Einzelhandelsverbände führen aktuell wieder eine Umfrage u. a. zur Geschäftslage, zu den aktuellen Top-Themen, zur Entwicklung der Kundenfrequenzen und zum Investitionsbedarf durch. Die Ergebnisse unserer Befragungen liefern uns wichtige Informationen für unsere Gespräche mit den Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung sowie für unsere Öffentlichkeitsarbeit. Wir würden uns freuen, wenn Sie an der aktuellen Umfrage teilnehmen.

Hier gelangen Sie zur Umfrage.

Die Beantwortung benötigt nur wenige Minuten. Alle Angaben werden selbstverständlich vertraulich behandelt und anonym ausgewertet. Teilnahmeschluss ist der 13. Juli 2026. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung.

Auf Anregung des HVS hat das Sächsische Justizministerium neben den bereits zur Verfügung gestellten Hinweisblättern und Checklisten weitere Unterlagen (Musteranzeigen) zur Strafanzeige wegen Diebstahls erarbeitet. Die Musterfälle greifen unterschiedliche, in der Praxis häufig auftretende Konstellationen auf und sollen die Anwendung der bereits vorliegenden Checkliste zur Strafanzeige veranschaulichen.

Die einzelnen Unterlagen stehen hier zum Download zur Verfügung.

Im Ergebnis einer umfangreichen Korrespondenz mit dem Sächsischen Justizministerium (SMJ) wird das Ministerium im Rahmen der Frühjahrskonferenz der Justizministerinnen und Justizminister der Länder eine Gesetzesänderung im Strafgesetzbuch (StGB) anmelden. Hintergrund ist die notwendige stärkere Berücksichtigung arbeitsteiliger und gemeinschaftlich begangener Diebstahlstaten. Fallkonstellationen, in denen mehrere Beteiligte bewusst zusammenwirken, ohne dass die Voraussetzungen eines Bandesdiebstahls erfüllt sind, sollen dadurch zukünftig besser verfolgt und sanktioniert werden können. „Die Zahl der schweren Ladendiebstähle durch mehrere Beteiligte verharrt auf einem sehr hohen Niveau und stellt ein besonders großes Problem für den Einzelhandel dar. Solche Taten müssen intensiver bekämpft werden. Eine Bestrafung wegen Bandendiebstahls ist in der Praxis nach den aktuellen Vorschriften jedoch unter anderem aus Beweisgründen oft mit großen Problemen verbunden. Daher haben wir das SMJ ersucht, in diesem Themenfeld initiativ zu werden und eine Gesetzesänderung anzuschieben“, so René Glaser, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen (HVS).

Vor dem Gipfeltreffen von Arbeitgebern und Gewerkschaften im Kanzleramt mahnt der Handelsverband Deutschland (HDE) zu klaren Reformen bei den Sozialversicherungen und warnt zugleich vor weiteren Verteuerungen des Faktors Arbeit.

„Mit Blick auf die miserable Finanzlage der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ist völlig klar, dass wir hier dringend Strukturreformen brauchen. Das gilt auch für die gesetzliche Rentenversicherung. Tun wir als Gesellschaft nichts und schauen nur dabei zu, laufen wir bald auf einen Kollaps unseres gesamten Sozialsystems zu. Wirtschaftswachstum ist die finanzielle Basis für alle staatlichen Einnahmen und Ausgaben, daran muss sich die Politik orientieren“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Wichtig sei vor allem, dass die Politik die geplanten Reformen nun richtig austariere.

„Der Einzelhandel bekommt die aktuelle Wirtschaftskrise deutlich zu spüren. In den letzten drei Jahren hat die Branche mehr als 70.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren“, so von Preen weiter. Als Ursache sieht der HDE dabei vor allem die immer weiter ansteigende Bürokratie- und Regulierungslast für die Unternehmen und dabei vor allem die immer höheren Kosten für den Faktor Arbeit durch immer teurere Gesamtsozialversicherungsbeiträge. Als unverzichtbar sieht der Handelsverband deshalb die konsequente Einhaltung einer 40-Prozent-Obergrenze für die Lohnnebenkosten. Dafür sei es von großer Bedeutung, versicherungsfremde Leistungen konsequent zu hinterfragen. So sei die Finanzierung der Beiträge zur Krankenversicherung für Bürgergeldempfänger mehrheitlich aus Beitragsmitteln nicht sinnvoll. Zudem müsse die Rente mit 63 abgeschafft sowie das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung angepasst werden. Richtig sei es außerdem, die kostenlose Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung und auch in der Pflegversicherung zu beenden.

Besorgt zeigt sich der HDE mit Blick auf aktuelle Pläne bei den Minijobs: „Wenn die Bundesregierung die allein vom Arbeitgeber zu zahlende Pauschalabgabe bei Minijobs deutlich anhebt, dann droht hier eine nicht zu verkraftende Kostenexplosion. Minijobs sind bei Arbeitgebern und Beschäftigten gleichermaßen als flexible Beschäftigungsform sehr beliebt und werden gezielt angefragt. Für den Einzelhandel sind sie extrem wichtig, um die branchentypischen Stoßzeiten abzubilden und die Servicequalität zu sichern. Hier darf die Koalition nicht die Axt an eine sehr bewährte und erfolgreiche Beschäftigungsform legen“, so von Preen weiter. Auch die Anhebung der Kosten für die Midijobs sehe man sehr kritisch, da dies vor allem große Teilzeitbranchen wie den Einzelhandel sowie den Dienstleistungssektor insgesamt unverhältnismäßig hart treffe.

Die Verbraucherstimmung in Deutschland steigt erstmals seit Februar 2026 wieder leicht an, bleibt aber auf einem schwachen Niveau. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Der negative Trend aus den Vormonaten setzt sich im Juni nicht weiter fort, aber die anhaltenden globalen Konflikte dämpfen weiterhin die Verbraucherstimmung.

Im Vergleich zum Vormonat steigt das HDE-Konsumbarometer leicht. Gegenüber dem Vorjahr ist die Stimmung allerdings stark eingetrübt. Der anhaltende Irankrieg und die steigenden Preise wirken sich weiterhin negativ auf die Konsumlaune aus. Die Anschaffungsneigung verbessert sich im Vergleich zum Vormonat minimal und liegt ebenfalls deutlich unter dem Wert des Vorjahrs. Die Verbraucherinnen und Verbraucher blicken weiterhin pessimistisch auf die konjunkturelle Entwicklung. Der aktuelle Wert ist so niedrig wie zuletzt Anfang 2023. Dennoch ist eine leichte Verschiebung vom Sparen zum Konsum zu beobachten.

Nach der ersten Jahreshälfte 2026 fällt die Bilanz sehr negativ aus. Trotz leichtem Anstieg der Verbraucherstimmung im Juni ist es zu früh, einen konjunkturellen Hoffnungsschimmer für das zweite Halbjahr vorherzusagen. Für einen Aufschwung der Konsumbereitschaft ist es entscheidend, dass der Irankrieg zeitnah endet. Auch von der Politik angekündigte weitere Entlastungen sind erforderlich, um die Verbraucherstimmung und die Wirtschaft anzukurbeln. Ob dies gelingt, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.

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Angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise in Deutschland warnt der Handelsverband Deutschland (HDE) vor zusätzlichen steuerlichen Belastungen für Unternehmen und Verbraucher. Aus Sicht des Verbandes müssen steuer- und finanzpolitische Maßnahmen jetzt konsequent darauf ausgerichtet werden, Wachstumskräfte zu stärken und die Konjunktur zu stabilisieren. Steuererhöhungen, unabhängig davon, an welcher Stelle sie ansetzen, würden dieses Ziel gefährden. Während höhere Steuern auf Arbeits- und Kapitaleinkommen Investitionen und Wachstum hemmen, würden höhere Verbrauchssteuern den privaten Konsum zusätzlich belasten.

Nach Auffassung des HDE müssen deshalb insbesondere die staatlichen Ausgaben stärker in den Fokus rücken. Zur Konsolidierung des Bundeshaushalts seien Einsparungen notwendig. Dabei sollten insbesondere bestehende Finanzhilfen und steuerliche Subventionen überprüft werden.

„Die wichtigste steuerpolitische Maßnahme bleibt eine spürbare Entlastung bei der Einkommensteuer sowie eine Abflachung des Tarifs. Entlastungen müssen nicht nur bei niedrigen Einkommen, sondern insbesondere auch in der breiten Mittelschicht und bei Personenunternehmen ankommen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Einkommensteuer sei zugleich die zentrale Unternehmenssteuer des Mittelstands. Positiv bewertet der HDE daher die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Verbesserungen bei der Besteuerung reinvestierter Gewinne. Die bestehenden Regelungen seien bislang nicht praxistauglich und müssten grundlegend reformiert werden. Mehr Investitionen der Unternehmen seien eine wesentliche Voraussetzung für die Überwindung der Wirtschaftskrise.

Zugleich spricht sich der HDE klar gegen Überlegungen zu einer Erhöhung der Mehrwertsteuer aus. „In der aktuellen konjunkturellen Lage wäre eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ein wirtschaftspolitischer Irrweg. Der private Konsum befindet sich angesichts geopolitischer Krisen und volkswirtschaftlicher Stagnation in einer Schockstarre. Das Konsumklima ist eingebrochen und das bloße Gedankenspiel einer Mehrwertsteuererhöhung wirkt in dieser ohnehin fragilen Lage als massiver Konsumkiller“, so Genth.

Darüber hinaus warnt der Verband vor weiteren Differenzierungen bei den Mehrwertsteuersätzen. Das bestehende System sei bereits heute hochkomplex. Die Abgrenzung einzelner Waren und die Zuordnung der jeweils geltenden Steuersätze beschäftigten regelmäßig die Gerichte. Aus Sicht des HDE darf die Mehrwertsteuer deshalb nicht weiter verkompliziert werden.

Dresden wird bundesweites Vorbild für digitale Firmengründungen. Der Bund hat die Landeshauptstadt für das Pilotprojekt „Schneller Gründen“ ausgewählt. Ab Sommer 2026 soll der Start in die Selbstständigkeit in nur 24 Stunden gelingen.

Bisher dauern behördliche Prozesse vier bis acht Wochen. Der neue Online-Kombi-Antrag bündelt die Anmeldung für Gewerbe- und Finanzamt. Das spart Gründern wertvolle Zeit und stärkt die lokale Wirtschaftskraft.

Wirtschaftsminister Dirk Panter betont: „Idee heute, Gründung morgen: Das ist unser Ziel. Wir digitalisieren den Start in die Selbstständigkeit, damit Innovation keine Zeit verliert.“

Die Vorteile reichen weit über die Gründerszene hinaus. Wenn Betriebe schneller starten, entstehen zügiger neue Arbeitsplätze und Angebote direkt vor Ort. Jan Pratzka, Dresdens Beigeordneter für Wirtschaft, ergänzt: „Gemeinsam mit dem Freistaat wollen wir Bürokratie abbauen, Dienste aus einer Hand anbieten und so den Prozess vereinfachen.“ Davon profitiert die gesamte Dresdner Stadtgesellschaft durch Dynamik und eine moderne Verwaltung.

Zur Pressemitteilung

Die Frist für die Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie läuft am 7. Juni 2026 ab. Bislang hat kein EU-Mitgliedsland diese beispiellos bürokratische und folgenschwere Richtlinie vollständig in nationales Recht umgesetzt. Das federführende BMBFSFJ will in Kürze einen Referentenwurf dazu vorlegen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert die Bundesregierung auf, die Umsetzung der Richtlinie zu überdenken. Deutschland befindet sich in der schwersten Wirtschaftskrise seit 20 Jahren, die Jobverluste sind über alle Branchen hinweg massiv. Zudem verfüge Deutschland seit 2017 über ein umfassendes Entgelttransparenzgesetz, so dass auch keine Schutzlücke erkennbar ist. Gleichzeitig dränge aber der enorme Reformstau in allen Zweigen der Sozialversicherung, der dringend aufgelöst werden müsse, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern. Das muss jetzt Priorität haben. Die Umsetzung der Entgelttransparenzrichtlinie „on top“ würde die Wirtschaft und auch das Land überfordern und käme damit zur denkbar schlechtesten Zeit, so HDE-Geschäftsführer für Arbeit, Bildung, Sozial- und Tarifpolitik Steven Haarke.

Eine Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie würde durch massenhaft neue Prüf- und Berichtspflichten zu einem wohl historischen Bürokratieaufwuchs für Unternehmen führen, hinzu kommen die Rechtunsicherheiten für Unternehmen, die mit dieser hochkomplexen Richtlinie zwangsläufig verbunden wären. Schweden hat kürzlich bekannt gemacht, die Richtlinie gar nicht erst umzusetzen. „Das ist mutig und in diesem Fall auch richtig. Diese Entschlossenheit würde man sich auch von Deutschland wünschen“, sagt Haarke.

Zudem schade die nationale Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie wegen der traditionell starken Tarifstrukturen keinem anderen Wirtschaftsstandort in der EU so sehr wie Deutschland, erläutert Haarke. Denn die in Deutschland sogar verfassungsrechtlich garantierte Tarifautonomie würde dadurch unnötig noch weiter unter Druck geraten. Dies wäre extrem kontraproduktiv und stünde auch im krassen Gegensatz zu der von der Bundesregierung im Koalitionsvertrag vereinbarten Stärkung der Tarifbindung. Denn Tarifverträge sind immer das Ergebnis kollektiver, gleichberechtigter Verhandlungen der Sozialpartner und damit unstrittig ein sehr wertvoller Beitrag auch für Entgeltgerechtigkeit. Sollte es trotz dieser gravierenden Bedenken dennoch zu einer Umsetzung der Richtlinie kommen, fordert der HDE zumindest mehrjährige Übergangsfristen für die Privatwirtschaft und eine verlässliche Angemessenheitsvermutung für tarifvertragliche Regelungen insgesamt.

Handelsverband Sachsen e. V. Hauptgeschäftsführer mit dem wiedergewählten Präsidenten des Handelsverbandes Sachsen e. V. Joachim Otto

Auf der Mitgliederversammlung des Handelsverbandes Sachsen am 5. Mai 2026 in Dresden wurde Joachim Otto, Unternehmer aus dem vogtländischen Auerbach, nach 8-jähriger Amtszeit erneut an die Spitze des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes für den Einzel- und Versandhandel in Sachsen gewählt.

Joachim Otto ist geschäftsführender Gesellschafter der 1871 als Drogerie gegründeten mittelständischen und in fünfter Generation geführten Franz Otto GmbH & Co. KG aus Auerbach/V. mit Parfümerien in Sachsen und Franken. Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Präsident des Handelsverbandes Sachsen ist er Präsident des Handelsverbandes Mitteldeutschland sowie im Vorstand des Handelsverbandes Deutschland (HDE) in Berlin aktiv. Seit 2014 ist Joachim Otto darüber hinaus auch Vizepräsident der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW).

Joachim Otto dankte den Unternehmen für seine Wiederwahl und damit für das ausgesprochene Vertrauen. Er verlängert sein Amt in besonders herausfordernden Zeiten für den Handel: „Das gesamtwirtschaftliche Umfeld und geopolitische Risiken haben teils dramatische Folgen für unsere Geschäfte und sind in ihrer letzten Konsequenz aktuell kaum abzuschätzen. Die bislang beschlossenen wenigen Entlastungsmaßnahmen für Verbraucher und Unternehmen haben nahezu keine positiven Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Mittelstand
und den Handel. Daher hat für mich in diesem Moment allerhöchste Priorität, dass unsere diesbezüglichen Forderungen kurzfristig und unkompliziert politisch umgesetzt werden. Hierfür werde ich mich mit aller Kraft einsetzen“, so der wiedergewählte Präsident.“