Rundschreiben - 24/2017

HDE zum Dieselgipfel: Fahrverbote schädlich für Innenstädte

Die Diskussion über Einfahrverbote für Diesel-Fahrzeuge schadet den Innenstäd­ten. „Alle Bemühungen um attraktive Innenstädte wären durch Einfahrverbote wirkungslos. Investitionen der Städte in die Erreichbarkeit der Zentren würden in Frage gestellt. Schon die Androhung von Sperrungen führt dazu, dass notwendige Investitionen ausgesetzt werden, um die Entwicklung abzuwarten“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Massenhafte Einfahrverbote für Privatautos würden zu einem weiteren Rückgang der Besucher in den ohnehin oft unter sin­kenden Kundenfrequenzen leidenden Innenstädten führen. Besitzer von betroffe­nen Diesel-Pkw würden die Innenstädte meiden und außerhalb der Zentren ein­kaufen. In der Folge drohe eine weitere Verschärfung des Leerstands in vielen Cities. „Fahrverbote müssen auf jeden Fall verhindert werden. Die Auto-Hersteller sind in der Pflicht, die entsprechenden Modelle nachzurüsten und für die Einhal­tung der gesetzlichen Grenzwerte zu sorgen“, so Genth weiter. Zudem sollten konkurrenzfähige Alternativen zum konventionellen Pkw angeschoben werden. Neben der Förderung der E-Mobilität durch bedingungslose finanzielle Unterstüt­zung von Investitionen in Ladesäulen auf den Parkplätzen des Einzelhandels, müsse auch der öffentliche Nahverkehr auf alternative Antriebe umgestellt und in der Fläche ausgebaut werden.

Darüber hinaus betont der HDE, dass in eventuelle Fahrverbote unter gar keinen Umständen der Lieferverkehr des Handels mit einbezogen werden dürfe. „Insbe­sondere kleine und mittelständische Händler sind oft mit kleinen Lkw in den Städ­ten unterwegs. Sie bilden das Rückgrat für eine funktionierende Stadt und dürfen an dieser Stelle nicht zusätzlich belastet werden“, so Genth weiter. Die häufig bei den größeren Händlern eingesetzten Euro VI-Lkw dagegen stoßen oftmals wesent­lich weniger Stickstoff aus als viele Pkw und bündeln mit Ihrer Größe zudem mehrere Fahrten kleinerer Transporter.

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