Rundschreiben - 18/2017

Ein Drittel weniger Kunststofftüten in Deutschland

Die Vereinbarung zwischen dem Bundesumweltministerium und dem Handelsver­band Deutschland (HDE) über die Einführung einer Bezahlpflicht für Kunststofftra­getaschen zeigt Wirkung. Die Deutschen verbrauchten 2016 ein Drittel weniger Tüten als im Jahr zuvor. Für leichte Tragetaschen hat der deutsche Handel bereits das europäische Ziel für 2025 erreicht. Das verdeutlichen aktuelle Zahlen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM). Laut GVM verringerte sich 2016 der Tütenverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um zwei Milliarden Stück auf 3,6 Milliarden Tüten. Das entspricht einem Pro-Kopf-Konsum von 45 Tüten (2015: 68). Damit ging der Verbrauch von Kunststofftragetaschen hierzulande seit Ein­führung einer freiwilligen Bezahlpflicht im Einzelhandel um ein Drittel zurück. „Die Reduzierungseffekte durch bezahlpflichtige Tüten waren vor allem im Textileinzel­handel massiv. Modehändler berichten von rückläufigen Umsätzen zwischen 50 bis 80 %“, so HDE-Sprecher Kai Falk. Auch verzichteten inzwischen Unternehmen verschiedener Branchen komplett auf Einwegtragetaschen aus Kunststoff und böten Mehrwegtaschen an. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststofftüten mit einer Wandstärke unter 50 Mikromillimeter, für die eine EU-Richtlinie für 2019 einen Grenzwert von 90, für 2025 von 40 Tragetaschen pro Einwohner vorsieht, konnte im vergangenen Jahr auf 38 Stück abgesenkt werden. „Die GVM-Zahlen zeigen, dass der deutsche Handel bereits heute das europäische Ziel für 2025 erreicht hat“, so Falk weiter.

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